Mord bei den Giardini
28. September 2006
Bislang waren die sogenannten venditori ambulanti - Ausländer, die sich illegal in Italien befinden und gefälschte Waren verkaufen - vor allem durch Wirtschafts- und Drogendelikte bekannt. Seit gestern aber hat die importierte Kriminalität eine andere Qualität: Bei den Giardini, wo derzeit die Architekturbiennale stattfindet, erstach am hellichten Tage ein Chinese einen Landsmann und Konkurrenten. Der Mörder flüchtete und konnte erst nach mehreren hundert Metern in einer Bar am Campo Santa Maria Formosa gestellt werden. Noch bei seiner Festnahme verletzte er drei Polizisten, die im Krankenhaus behandelt werden mußten.
Freilich meldeten sich sogleich Politiker zu Wort, die jetzt ein rigideres Vorgehen gegen die omnipräsenten Verkäufer von gefälschten Markenartikeln aus dem Luxusbereich wie Taschen oder Rolex-Uhren fordern. Doch hat erst die Laisser-faire-Politik der letzten Jahre hat zu einem ungehinderten Ausbreiten dieser Mafia in Venedig geführt. Der Venedig-Blog geht nicht davon aus, daß sich in absehbarer Zeit etwas ändern wird.




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Oktober 2nd, 2006 at 03:33
… da geht es in meinem 9′000-Seelen-Dorf in der Nordwestschweiz beschaulicher zu und her
Mit den besten Grüssen in die Lagunenstadt!
Oktober 8th, 2006 at 05:11
[...] An diesen Roman wurde ich erinnert, als ich gerade bei meinen Reisegedanken an eine Venedigreise dachte und über den Artikel Mord in Venedig stolperte. Wie krass war das damals. Draussen schönes Wetter und wir mussten ins Kino und den Film “Tod in Venedig” auch noch anschauen. Bei diesem Drama starben die Leute weg wie die Fliegen, da er zur Pestzeit handelt. Das ist das Einzige, was mir daran in Erinnerung geblieben ist. Anscheinend hatte ich als 14-jähriger noch nicht die persönliche Reife, Weltliteratur als solche zu erkennen und ihr mit dem gebührenden Respekt zu begegnen [...]