Das Ende der Straßenkünstler
7. Oktober 2006
Der assessore al commercio der Stadt Venedig, Giuseppe Bortoluzzi, kündigt eine härtere Gangart gegen Straßenkünstler, seien es nun die unzähligen Maskierten, die mit hartem albanischen Akzent nach Photos mit Touristen heischen, die schräg spielenenden Zigeunertrios vor den Bars und Restaurants oder Kleinsttheater mit Marionetten, an. Künftig sollen pro Tag nur noch zehn der “Künstler” in der Altstadt ihr Können zum Besten geben dürfen und hierfür zudem eine Genehmigung der Stadt brauchen. Gänzlich untersagt werden sollen Auftritte an einigen Plätzen, darunter dem Campo San Polo, dem Campo Santa Margherita (als ob man hier noch irgend etwas für das Dekorum der Stadt tun könnte) und der Strada Nova.
Der Venedig-Blog meint: Zwar ist die Initiative löblich, doch wenn man nicht ansatzweise in der Lage ist, der Hundertschaften von Schwarzafrikanern, die Tag für Tag gefälschte Guccitaschen usw. feilbieten, Herr zu werden, wird man es auch nicht der Straßenmusikanten.




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Oktober 8th, 2006 at 01:28
Ich finde, dass man den Touristen ruhig ein paar venezianische Farbtupfer antun kann. So ein Foto mit einem Maskierten macht sich doch immer gut im Fotoalbum. Die Begrenzung der Nervensägen ist natürlich eine lobenswerte Sache. Aber wenn es nur noch 10 davon gibt, ist das doch wie eine Lizenz zum Gelddrucken
Allerdings stellt sich mir die Frage, wo man solche Masken her bekommt? Bei meinem letzten Venedigaufenthalt gab es die Dinger ja nirgends zu kaufen. Ist das etwa eine Marktlücke für Hartz4 Touristen?