Bedeutendster archäologischer Fund der letzten Jahre in Venedig
23. November 2006
Auf dem Gelände des Palazzo Genovese nahe der Salute-Kirche wurden Keramiken sowie eine Bronzemünze aus der Zeit des römischen Kaisers Hadrian (um 130 n.Chr.) gefunden. Es handelt sich damit nicht nur um den Fund der mutmaßlich ältesten Siedlung in der Lagune von Venedig, sondern auch der ältesten Münze römischer Provenienz in Italien, so Luigi Fozzati von der archäologischen Abteilung der Denkmalpflege in Venedig. Die Objekte wurden in einer Tiefe von 2,20 Metern ausgegraben. Wie weitere Untersuchungen ergaben, wurden im 2. Jh. nach Christus auch Melonen auf dem Areal angebaut. Für die Stadtbaugeschichte ergeben sich aufgrund der Lage des Fundorts am östlichen Ende des Sestiere Dorsoduro neue Fragestellungen.
Der neugotische, sowohl in der Proportionierung wie in den Details mißlungene Palazzo Genovese wurde im frühen 20. Jahrhundert – gegen Widerstand in der Bevölkerung- anstelle eines Teils des Klosters von San Gregorio errichtet. Seit einigen Jahren wird er für sieben Millionen Euro zu einem 5-Sterne-Hotel umgebaut, das wohl 2008 eröffnet wird. Die archäologische Fundstelle wird jetzt in das Hotelkonzept integriert.



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