J. Robusti, gen. Tintoretto: Abendmahl, 1566. Venedig, San Trovaso

Am Ende nützte die Intervention der venezianischen Denkmalbehörde nichts: Auf politischen Druck Spaniens gab das Kultusministerium in Rom höchstselbst dem Ersuchen des Museo del Prado nach, für eine Ausstellung vom 30. Januar bis zum 13. Mai drei Versionen von Jacopo Tintorettos Letztem Abendmahl nach Madrid auszuleihen. Es handelt sich um die Bilder in den Kirchen San Giorgio Maggiore, San Marcuola und San Trovaso. Während das Bild in erstgenannter Kirche Eigentum des italienischen Staates ist, gehören die beiden andern Bilder der Kurie. Die oft unglückliche Leiterin der Denkmalbehörde, Renata Codello, hatte zurecht konservatorische Gründe für ihr nunmehr nichtiges Ausfuhrverbot geltend gemacht: die teils erstmalige Entfernung aus den Mikroklimata der venezianischen Kirchen und der Transport könnten den großformatigen Bildern schwer schaden. Zudem werden die Bilder von spanischen Restauratoren “bearbeitet” werden, ohne daß die Langzeitfolgen der Behandlung absehbar sind.

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