Schwere Unwetter in Venedig

27. September 2007

Erinnerungen an die katastrophale Überschwemmung von 1966, als innerhalb von 34 Stunden 600 Millimeter Regen fielen, werden wach: gestern, also am 27.9., fielen in nur drei Stunden bereits 254 Millimeter. Einige schlecht gesichterte Boote sanken derweil, und die notorisch anfällige Infrastruktur brach zusammen: am Piazzale Roma fuhren keine Busse mehr, und am Bahnhof Santa Lucia saßen einige Tausend Pendler und Touristen fest. Die Unwetter dauerten bis heute morgen gegen 6.30 Uhr mit unverminderter Stärke an. Im Gegensatzzu 1966 traf es aber diesmal besonders Mestre, wo heute auch die Schule ausfällt und Schäden in Millionenhöhe zu beklagen sind. Die Vaporetti fahren aber nach wie vor. Menschenleben sind bisher glücklicherweise nicht zu beklagen.

4 Kommentare to “Schwere Unwetter in Venedig”

  1. Mario meint:

    Sicher ein spektakuleres Ereignis in Venedig.

  2. Europa-Wetter für das Wochenende (28.9. bis 30.9.) » Frank Wettert meint:

    [...] Nachdem es Venedig vorgestern unter Wasser gesetzt hat, können Sie auch im Norden Italiens wieder aufatmen. Das Wetter beruhigt sich! Die letzten kräftigen Regengüsse verwässern gerade noch über Venetien und die Julischen Alpen ab, danach war es dann abgesehen von vereinzelten Schauern auch. Nur der Wind kann hier und da noch relativ böig den Pizzabelag wegpusten, die Sonne hat insgesamt aber die Oberhand. Das gilt erst recht für Samstag und Sonntag. Ganz vereinzelt vielleicht mal ein kurzer Schauer, sonst aber italienische Sonne und auch nicht mehr windig. [...]

  3. jk meint:

    @Mario: Naja – ich denke darauf können die meisten Menschen in Venedig getrost verzichten!

  4. dsc meint:

    Das zeigt auch, dass die Katastrophe von 1966 auch in Zeiten globalster Klimakatastrophen den Charakter einer Ausnahmeerscheinung beibehaltet, wie dies der Bürgermeister vorausphilosophiert hat. Inzwischen dürften ja die Zauberlehrlinge von MOSE(TM) üben, wann sie genau bei solchen Regenfällen die Schleusen öffnen und schliessen müssen. Man hat direkt Lust ein paar Gummistiefel zu wetten, dass es irgendwann mal tatsächlich zu einer von Menschenhand bewirkten Katastrophe kommen wird: wenn ein Schleusenwärter vergisst, vor der Spritz-Hour noch den richtigen Schalter zu drehen.

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