Eine Umnutzung – diesmal kein Hotel
15. Dezember 2007
Aufmerksame Beobachtern des venezianischen Immobilienmarktes ist das Angebot eines Palazzetto mit achthundert Quadratmetern Wohnfläche nicht entgangen. Es handelt sich um das sogenannte Casinò Zane, ein um 1700 vom Barockarchitekten Antonio Gaspari für den Adeligen Marino Zane errichtetes Lusthaus, das nach wie vor über ein freskiertes Treppenhaus und im zentralen Saal über ein riesiges Muldengewölbe mit einem Gemälde von Nicolò Bambini verfügt. Nun wurde bekannt, daß der Käufer, eine französische Stiftung, nein Millionen Euro für das Gebäude bezahlt hat und darin ein kulturelles Zentrum für französische Musik des 19. Jahrhunderts unterbringen will. Die Verantwortlichen der Denkmalpflege sind ob dieser Entwicklung begeistert, handelt es sich doch in diesem Fall nicht um ein weiteres Hotel. Die architektonische Restaurierung wurde einem Professor der lokalen Architekturhochschule anvertraut, der allerdings nicht zu den besten seines Faches zählt.




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