Über 300.000 Besucher in venezianischen Kirchen
27. Januar 2008

Detail des Altarblatts von Veronese in San Sebastiano
Die kleineren Kirchen Venedigs, die der Vereinigung Chorus angehören, haben 2007 einen Besucherrekord aufgestellt. Mit 40.000 Besuchern ist Pietro Lombardos Frührenaissancekirche Santa Maria dei Miracoli auf Platz eins, gefolgt von San Polo mit dem Kreuzwegzyklus von Giandomenico Tiepolo und der gotischen Basilika Madonna dell’Orto im Sestiere Cannaregio, sowie San Sebastiano mit der hervorragenden malerischen Ausstattung von Paulo Veronese und den spätbarocken Gesuati mit den Fresken Giambattista Tiepolos. Selbst die etwas abgelegene Kirchen San Giacomo dall’Orio zählte noch 19.000 Besucher. Für die Frari-Kirche, die ebenfalls zu Chorus gehört und die älteren Statistiken zufolge 400.000 Besucher jährlich empfing, wurden keine neuen Daten bekannt. Ähnlich viele Besucher dürfen für die Dominikanerkirche Zanipolo im Norden der Stadt vermutet werden, die nicht zu Chorus gehört, aber inzwischen ebenfalls 2.50 € Eintritt verlangt.




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Januar 29th, 2008 at 22:57
Weiß jemand, warum Zanipolo nicht bei Chorus mitmacht? Deren Infomaterial ist gar nicht so schlecht, da könnte man doch noch mehr Besucher hinlocken! Und der Chorus Pass animiert ja auch, möglichst viele der Kirchen anzuschauen!
Februar 15th, 2008 at 20:54
Nach meiner Beobachtung finden in Zanipolo viele Trauergottesdienste statt (in der Frari habe ich noch nie so etwas mitbekommen). Ob es am Wohnviertel liegt oder am Krankenhaus + San Michele nebenan… keine Ahnung. Das könnte ein Grund (von mehreren) sein, eine aktive Kirche, die den Besuch nach eigenem Bedarf steuern will und nicht angepasst an die Chorus-Öffnungszeiten. Ist aber nur eine Vermutung.