Schwerer Diebstahl: Brunnen
1. Juni 2008

Existiert noch: vera da pozzo im Corte Surian.
Innerhalb weniger Tage wurden in Venedig zwei Brunnenaufsätze, sogenannte Vere da pozzo, gestohlen. Einer befand sich in einem kleinen Hof in der Pfarrei von San Cassian, der andere im Cannaregio bei San Giobbe. Vere di pozzo bestehen meist aus istrischem Kalkstein oder rotem Veroneser Marmor und sind in der Regel künstlerisch gestaltet, mit Wappen oder sonstigen Dekorationen versehen. Sie dienten zur Entnahme des Trinkwassers aus den Zisternen. Angesichts des Gewichts müssen die Diebe die zentnerschweren Objekte, die sich beide in nichttouristischen, dünn besiedelten Gebieten befanden, mittels eines Bootes abtransportiert haben. Angeblich erzielen die Brunnen, von denen bereits im 19. Jahrhundert zahlreiche ihren Weg ins Ausland fanden, heute Liebhaberpreise bis zu dreihunderttausend Euro. Obwohl in Lokalzeitungen Fahndungsfotos veröffentlicht wurden, ist die Hoffnung gering, daß die vere aufgefunden und an ihren alten Platz zurückkehren werden




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