Tauben füttern verboten
4. Juni 2008

Seit Ende April ist das Verkaufen von Futter sowie das Füttern der Tauben auf dem Markusplatz verboten. Seitdem schwelt die Diskussion, wie die Ex-Futterverkäufer, die sich täglich zwischen den beiden Säulen versammeln, für den Verlust ihrer Lizenzen zu entschädigen sind: durch eine Einmalzahlung, oder durch Ersatzlizenzen für den Verkauf von Souvenirs. Letzteres würde freilich nur zu einer weiteren Disneyfizierung Venedigs beitragen. Da die Verkäufer, die mittlerweile auch vor Gericht erstinstanzlich in der Klage gegen das Verbot unterlagen, aber weiterhin bis zu dreißig Futtersäckchen in der Stunde verkaufen, hat die Stadtverwaltung nach langem tatenlosen Zusehen nun ein Exempel statuiert und in einem Fall einen Strafbefehl über 5.000 Euro verschickt. Überhaupt wird verstärkt auch in Zivil patrouilliert, um die Einhaltung des Fütterungsverbots zu erzwingen: so wurden nach Angaben der Zeitung “Gazzettino” ein Dutzend Touristen mit einer Strafe von je 50 Euro belegt. Die Zahl der Stadttauben auf dem Markusplatz hat sich im Laufe des letzten Monats bereits deutlich reduziert.




Feed abonnieren
Juni 4th, 2008 at 20:26
Die früheren Verkäufer von Taubenfutter sollen dazu angehalten werden, jenen Dreck von den venezianischen Böden und Fassaden zu kratzen, den die Tauben seit der Einführung der Futter-Verkaufsstände verursacht haben.