Spätbarockes Weihrauchfaß gestohlen
19. September 2006
Erneut hat Diebesgesindel die Kirche Santa Maria del Carmelo (Carmini) im Stadtteil Dorsoduro heimgesucht. Vermutlich während der Morgenandacht am Montag wurden die Sonntagskollekte in Höhe von ca. 300 Euro sowie ein Weihrauchfaß aus dem Ende des 18. Jahrhunderts entwendet. Bereits vor einem Jahr war in derselben Kirche ein Kruzifix des 18. Jahrhunderts bei einem versuchten Diebstahl zu Bruch gegangen. Ebenfalls 2005 wurde in Sant’Eufemia auf der Giudecca ein 1,80m hohes Kruzifix des Settecento gestohlen, in mehrere Teile zerbrochen und vom Dieb ins Wasser geworfen.
Leider ist die Aufklärungsquote bei Verbrechen gegen das kulturelle Erbe Venedigs überaus gering.
Keine neuen Läden für Touristenartikel
16. September 2006
Zu schön um wahr zu sein – das Verbot der Eröffnung neuer Läden für Postkarten, venezianische Masken made in China und sonstigen billigen Nippes für den Durchschnittsbesucher gilt leider nur an vier Stellen in Venedig, nämlich Rialto, Santa Margherita, Rio Terà San Leonardo und via Garibaldi. Die Regelung besteht seit 2001 und wurde jetzt vom Consiglio di Stato bestätigt. Ein Tropfen auf den heißen Stein – Santa Margherita ist schon seit längerem zu einem Studenten- und Schwulenviertel ohne besonderen Bezug zur Lagunenstadt verkommen, für die via Garibaldi ist die Regelung mangels Zirkulation von Touristen sowieso überflüssig, und an vielen Stellen am Rialto ist nicht mehr viel venezianità zu retten. Wie schön wäre es gewesen, wenn die Stadt stattdessen endlich Sicherheit für wahre Kulturträger wie die Verlagsbuchhandlung Filippi in der Calle del Paradiso geschaffen hätte.



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