Der Himmel über Venedig

21. Oktober 2006

Mittels eines Heißluftballons wird zwischen Ende Dezember und dem Karneval Venedig aus der Luft zu sehen sein. Der 22 Meter durchmessende Ballon soll im Arsenal (!) installiert werden. Die Betreibergesellschaft Volare Venezia srl hat Erfahrung in der Branche und rechnet mit bis zu 80.000 Gästen. Das Billet soll 16 Euro kosten; vergünstigte Preise für Venezianer sind vorgesehen.

(Meldung im Gazzettino vom 18.10.)

Kein MOSE im Arsenal

20. September 2006

Zum Erstaunen aller Beteiligten hat Bürgermeister Massimo Cacciari am 19. September das Ansinnen des Consorzio Venezia Nuova, den Nordteil des Arsenals für die Fertigung einiger Teile des im Bau befindlichen umstrittenen Schutzzsystems gegen Hochwasser MOSE zu nutzen, zurückgewiesen: “Il Piano urbanistico parla di cantieristica ma i portelloni alle bocche di porto non sono delle navi”. In einem Fax an die Leiterin des Magistrato alle Acque, Maria Giovanna Piva, begründete Cacciari dies mit der Inkompatibilität der Nutzung mit dem Stadtentwicklungsplan. Letzterer sieht für den 214.000 Quadratmeter großen Teil des Arsenals, der am 28. September 2005 von der Regierung Berlusconi für 19 Jahre dem Konsortium zur Verfügung gestellt wurde, eine Nutzung als Werft oder Dock vor.

Cacciari, der das Projekt MOSE ablehnt, versucht also zum wiederholten Male, das Schleusensystem zu torpedieren. Von Giancarlo Galan, Präsident der Giunta Regionale des Veneto und Befürworter des Projekts, waren Tags darauf die gewohnten Polemiken gegen Cacciari zu vernehmen. Die Leiterin des Magistrato alle Acque war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Unklar ist, wie das Konsortium Venezia Nuova weiter vorgehen wird.