200 Jahre Fortbestand der Scuola Grande di San Rocco
11. November 2006
Als einzige der zahlreichen Laienbruderschaften Venedigs (Scuole), wurde die Scuola Grande di San Rocco nicht unter der Herrschaft Napoleons nach 1797 aufgelöst. Heute ist sie aus dem religiös-kulturellen Leben der Stadt nicht mehr wegzudenken. Ihre Rettung verdankt sie maßgeblich don Sante della Venerina, einem Priester, der bei Napoleon mehrfach um den Erhalt seiner Stelle - und damit der Bruderschaft - ersuchte, was schließlich auch 1806 gelang. Die Scuola Grande di San Rocco hat also allen Grund, den zweihundertjährigen Jahrestag ihres Fortbestehens zu feiern. Am 8. November wurde nicht nur eine Ausstellung mit allen relevanten, erhaltenen Dokumenten und Teilen der Schatzkammer in der Scuola eröffnet, sondern auch durch Marino Zorzi (Biblioteca Marciana), Giandomenico Romanelli und Raffaele Santoro (Staatsarchiv) eine Publikation präsentiert. Sie trägt den Titel 1806 La Scuola Grande salvata und wurde von Maria Agnese Chiari Moretto Wiel herausgegeben.
Autonome besetzen den Dogenpalast
8. November 2006
Autonome nutzten eine Tagung des Arbeitsministers und anderer hochrangiger Politiker im Dogenpalast am 03 November aus, um sich in der überregionalen Pressen zu placieren. Während der Mittagspause drangen rund vierzig, später achtzig der euphemistisch als disobbedienti beizeichneten Personen unter der Führung von Luca Casarini in den Palazzo Comunale ein und zwangen die Politiker zur Verlagerung ihrer Aktivitäten in das Rathaus Ca’Farsetti. Glücklicherweise erlitt die Innendekoration keinen Schaden. Der Direktor der städtischen Museen, Giandomenico Romanelli, fordert nun, daß die Benutzung musealer Einrichtungen für derartige Veranstaltungen ein Ende haben müsse, gingen doch auch erhebliche Einnahmen aus Eintrittsgeldern verloren, ohne daß dies adäquat kompensiert werde.




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