Hochwasserwarnung 2.0

20. Dezember 2007

Seit dem 7. Dezember haben die alten Hochwassersirenen ausgedient. Nach langer Entwicklungszeit wurde ein neues akustisches Warnsystem freigegeben, das durch verschiedenen Tonhöhen auch über den zu erwartenden Meeresspiegel informiert: ein Ton für 110cm, zwei Töne für 120cm, drei Töne für 130cm und vier Töne für 140cm. Auf der entsprechenden Seite der Gemeinde Venedig gibt es die Sirene auch im .mp3-Format - eingesetzt wurde sie bisher mangels Hochwasser noch nicht.

Niedrigwasser im Januar

3. Januar 2007

Seit Neujahr sinkt zweimal täglich der Wasserstand ungewöhnlich stark. Wie lokale Zeitungen berichten, kam es am 02. Januar auch zu Einschränkungen im Verkehr der Busboote, wobei insbesondere die Linien 41/42 Richtung Murano sowie alle weiteren Linien, die durch den Kanal della Scomenzera und den Canale di Cannaregio verkehren. Auch wurde der Traghetto-Verkehr zwischen dem Rialtomarkt und Santa Sofia kurzfristig eingestellt, da ein Betreten der verrotteten untersten Holz-Stufen als zu gefährlich eingeschätzt wurde. Es ist allerdings nicht so schlimm, wie die reißerische Meldung beim Stern glauben machen will. Schlamm ist nur selten, wie auf dem obenstehenden Foto, zu sehen.

Gedenken an die Flut 1966

24. Oktober 2006

Anläßlich des nahenden vierzigsten Jahrestages der Flut vom 04. November 1966, bei der nicht nur Florenz schwer getroffen und zahlreiche Kunstschätze vernichtet, sondern auch Venedig überschwemmt wurde, fand am 24. Oktober in den Räumlichkeiten des Istituto Veneto di Scienze, Lettere ed Arti im Palazzo Franchetti eine erste Veranstaltung mit dem Titel 1966-2006 - Memorie dell’alluvione statt. Beteiligt war auch die Sektion Venedig von Italia Nostra, vertreten durch dessen Vorsitzenden Alvise Benedetti. Bürgermeister Massimo Cacciari glänzte durch Abwesenheit. Trotz des knappen und informativen Vortrages von Lady Frances Clarke (Venice in Peril) über die privaten Hilfskomitees für Venedig, sowie von Professor Francesco Valcanover, ehemals Leiter der Denkmalpflege und Zeitzeuge der Katastrophe, enttäuschte die zweistündige Veranstaltung, lag doch der Schwerpunkt zu sehr auf der Wiedergabe filmischer Dokumentationen Indro Montanellis zur Katastrophe - anstatt der Analyse derselben, geschweige denn der Herstellung eines Bezuges zu heutigen Problemen.

Erstes Acqua Alta

18. September 2006

Die massiven Regenfälle der vergangenen Tage haben Venedig das erste Hochwasser in diesem Herbst beschert. In wenigen Stunden fielen 130mm Regen. Der Markusplatz stand am 17. September vollständig unter Wasser - was die zahlreichen Touristen auf den eigens errichteten Stegen nicht sonderlich zu stören schien. An anderen Stellen der Stadt hingegen konnte man sich noch trockenen Fußes zu seiner Stamm-Bar bewegen. Schlimmer hat es das Festland getroffen, wo man an Acqua Alta nicht gewohnt ist. Besonders in Cavallino-Treporti waren zahlreiche Straßen überflutet und unpassierbar, und die Feuerwehren waren im Dauereinsatz.