Herbstanfang in Venedig

6. September 2006

Themen gibt es genug, und doch handelt erste Beitrag in diesem neugeborenen Blog vom Wetter. Nicht nur in Deutschland, auch in Italien fiel der Sommer in diesem Jahr weitgehend aus. Nach dem tropischen, unerträglichen Juli kam ein völlig verregneter August, was allerdings die Tagestouristen nicht davon abhielt, sich täglich in die Gassen zu ergießen und die Vaporetti, Venedigs Wasserbusse, zu verstopfen. Überaus faszinierend war der Anblick des aufgepeitschten Canal Grande bei drei ausgewachsenen Stürmen, die die Stadt Ende August heimsuchten – solange man sich nicht auf einem Boot befindet. Leider wurde bei einem der Unwetter einer der wenigen großen Bäume in Venedig, im Garten eines Palazzo an der Strada Nova in Cannaregio, stark in Mitleidenschaft gezogen.

Und mit dem 5. September hat inoffiziell der Herbst begonnen. Denn dichter Nebel behinderte bis mittags die vaporetti. Auch wenn es heute nach Nebelauflösung wieder sonnig ist – das Licht täglich weicher werdende Licht beglückt uns mit jener charakteristischen herbstlichen Färbung der Stadt und des Wassers, die besonders die Künstler des 19. Jahrhunderts – man denke nur an Turner – so sehr inspirierte.