Erfahrungen mit der neuen Vaporettolinie 3
27. Februar 2008


Die neue Haltestelle San Felice, an der nur das Vaporetto Linie 3 hält.
Wie berichtet, verkehrt seit Ende Januar eine neue Vaporettolinie, die nur für Inhaber der Cartavenezia oder Abonnenten reserviert ist. Zeit, um nach einem Monat Betrieb eine vorläufige Bilanz zu ziehen. Änderungen ergeben sich bei den Haltestellen: Während die Linie 1 nach wie vor bei der Ca’ d’Oro hält, legt die Linie 3 nur bei San Felice an. Am Rialto wurden die Haltestellen für die Linien 1 und 2 (vormals 82) zusammengelegt, die Linie 3 hält vor dem Palazzo Bembo. In der Regel fordert das Personal zum Vorzeigen der Cartavenezia nebst Fahrkarte auf, und dies selbst bei Personengruppen wie fliegenden schwarzen Händlern, die sonst nie kontrolliert werden. Verirtte Touristen werden freundlich, aber mit Nachdruck aufgeklärt und vom Betreten der Boote abgehalten. Nach anfänglich geringer Auslastung benutzen die Venezianer die Linie 3 jetzt vermehrt. Dennoch sind, abgesehen von Stoßzeiten, kaum mehr als zwei Dutzend Fahrgäste auf den Booten anzutreffen. Da die Linie 3 nur alle 20 Minuten verkehrt, nehmen viele nach wie vor die Linie 1. Hauptkritikpunkt ist das bisherige Ende der Linie an der Haltestelle San Marco Vallaresso, so daß Bewohner des gesamten Sestiere Castello und des Lido von der neuen Linie nicht profitieren können. Dies soll sich einigen Presseberichten zufolge jedoch in absehbarer Zeit ändern.
Dichter Nebel im Februar
27. Februar 2008

Ein Kälteeinbruch führte in den vergangenen Tagen zu teils dichtem, allerdings nur auf die Lagune beschränktem Nebel und Beeinträchtigungen im Nahverkehr. Die Vaporettolinie 3 wurde zeitweise eingestellt, ebenso die Linie 52, welche über die Nordseite Venedigs zum Lido fährt.
Karnevalsregatta am Canal Grande
27. Januar 2008
Über 300.000 Besucher in venezianischen Kirchen
27. Januar 2008

Detail des Altarblatts von Veronese in San Sebastiano
Die kleineren Kirchen Venedigs, die der Vereinigung Chorus angehören, haben 2007 einen Besucherrekord aufgestellt. Mit 40.000 Besuchern ist Pietro Lombardos Frührenaissancekirche Santa Maria dei Miracoli auf Platz eins, gefolgt von San Polo mit dem Kreuzwegzyklus von Giandomenico Tiepolo und der gotischen Basilika Madonna dell’Orto im Sestiere Cannaregio, sowie San Sebastiano mit der hervorragenden malerischen Ausstattung von Paulo Veronese und den spätbarocken Gesuati mit den Fresken Giambattista Tiepolos. Selbst die etwas abgelegene Kirchen San Giacomo dall’Orio zählte noch 19.000 Besucher. Für die Frari-Kirche, die ebenfalls zu Chorus gehört und die älteren Statistiken zufolge 400.000 Besucher jährlich empfing, wurden keine neuen Daten bekannt. Ähnlich viele Besucher dürfen für die Dominikanerkirche Zanipolo im Norden der Stadt vermutet werden, die nicht zu Chorus gehört, aber inzwischen ebenfalls 2.50 € Eintritt verlangt.
Palazzo Corner bald zum Verkauf?
19. Januar 2008

Die Ca’ Corner della Regina, einer der gewaltigsten Privathäuser der Lagunenstadt, soll nach einer Meldung der Tageszeitung “La Nuova” verkauft werden. Eigentümer ist die Stadt, die bereits in den vergangenen Jahren weite Teile ihres Immobilienportfolios liquidiert hat und mit der Veräußerung des Palazzo 30 Millionen Euro zur Stopfung von Haushaltslöchern erzielen will. Der Palazzo, in dem wahrscheinlich auch Mozart zu Gast war, wurde vom Architekten Domenico Rossi für den Prokurator von San Marco Andrea Corner (1671-1743) errichtet. Die prachtvollen Räume mit Dekorationen des Malers Costantino Cedini und anderen dienten zuletzt dem historischen Archiv der Biennale, das inzwischen, wie zahlreiche weitere Dienstleisungseinrichtungen, aufs Festland abgewandert ist. Eine Restaurierung wurde vor wenigen Jahren durch den renommierten Architekten Giorgio Bellavitis durchgeführt. Ursprüngliches Ziel war die Unterbringung des Museums für orientalische Kunst. Was jetzt aus dem Bau wird, ist unbekannt.




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